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Südkorea verschärft Corona-Vorschriften wieder

#Themen der Woche l 2021-12-11

Nachrichten

ⓒYONHAP News

In Südkorea gelten seit Montag wieder strengere Corona-Vorschriften.


Die zulässige Zahl der Teilnehmer an privaten Treffen in der Hauptstadtregion wurde von zehn auf sechs gesenkt. In allen anderen Gebieten des Landes sind bis zu acht Personen erlaubt.


Beim Eintritt zu den meisten Einrichtungen werden nun Daten zum Impfstatus oder ein Nachweis eines negativen Corona-Tests verlangt. Dazu gehören Restaurants, Cafés, private Nachhilfeschulen, Konzerthallen, Museen, Bibliotheken und Study-Cafés. Bei einem Verstoß werden nicht nur der Nutzer, sondern auch der Betreiber bestraft.


Ausgenommen von dieser Regelung sind Einrichtungen und Veranstaltungen, bei denen die Überprüfung schwierig ist, dies gilt zum Beispiel für Hochzeiten und Trauerfeiern, Kaufhäuser, Supermärkte, Sportanlagen im Freien, internationale Konferenzen, wissenschaftliche Veranstaltungen und Religionseinrichtungen. Das Impfpass-System galt bisher nur für öffentliche Bäder, Indoor-Sporteinrichtungen, Bars und Nachtclubs.


Die erweiterte Anwendung des Impfnachweises sorgte für heftige Kontroversen, da die Vorschriften ab Februar auch für Teenager, die zwischen Januar 2003 und Dezember 2009 geboren wurden, gelten. Die Regierung hatte in diesem Zusammenhang die Impfung von 12- bis 18-Jährigen dringend empfohlen. Fälle von unerwünschten Nebenwirkungen einer Corona-Impfung bei Jugendlichen seien im Vergleich zu anderen Altersgruppen seltener, hieß es. Angesichts Meldungen von Sterbefällen bei geimpften Minderjährigen nimmt jedoch die Angst der Eltern zu.


Es wird zudem auf die Schwierigkeiten von älteren Menschen und im Umgang mit dem Smartphone und Internet nicht gut vertrauten Menschen hingewiesen. Betreiber von Geschäften protestierten gegen den erhöhten Arbeitsaufwand. Sie befürchten zudem, dass es wegen der Kontrolle zu Auseinandersetzungen mit den Kunden kommen könnte.


Die Zahl der Corona-Neuinfektionsfälle an einem Tag hat in Südkorea erstmals 7.000 überschritten. Die Intensivbetten sind fast alle belegt. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, könnten die Maßnahmen noch verschärft werden.

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