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Internationales

Tokio bestellt wegen Zwangsarbeiter-Frage südkoreanischen Botschafter ein

Write: 2024-02-21 13:53:56Update: 2024-02-21 16:02:39

Tokio bestellt wegen Zwangsarbeiter-Frage südkoreanischen Botschafter ein

Photo : YONHAP News

Die japanische Regierung hat am Mittwoch den südkoreanischen Botschafter Yun Duk-min einbestellt.

Tokio erhob Protest dagegen, dass vom japanischen Unternehmen Hitachi Zosen bei einem Gericht in Südkorea hinterlegtes Geld einem koreanischen Opfer der Zwangsarbeit während der japanischen Kolonialherrschaft ausgezahlt wurde. 

Der japanische Chefkabinettssekretär Yoshimasa Hayashi gab auf einer regelmäßigen Pressekonferenz bekannt, dass Vizeaußenminister Masataka Okano den Botschafter einbestellt habe. 

Laut Hayashi bezeichnete Okano die Zahlung als äußerst bedauerlich. Dies stelle eine Belastung des japanischen Unternehmens mit ungerechtfertigten Nachteilen gemäß einem Gerichtsurteil im Widerspruch zum koreanisch-japanischen Abkommen über Ansprüche dar, protestierte Okano bei Yun. 

Ein Opfer der Zwangsmobilisierung mit Nachnamen Lee erhielt am Dienstag 60 Millionen Won (knapp 45.000 Dollar), die Hitachi Zosen beim Bezirksgericht Seoul Zentral hinterlegt hatte. Die Firma hatte nach dem endgültigen Verlust der von Lee eingereichten Entschädigungsklage das Geld hinterlegt, als sie die Einstellung der Zwangsvollstreckung beantragt hatte. 

Dies sei der erste Fall, in dem Geld eines japanischen Unternehmens an ein Opfer der Zwangsmobilisierung gezahlt worden sei, sagte Lees Anwalt. 

Der Oberste Gerichtshof Südkoreas hatte im vergangenen Dezember entschieden, dass Hitachi Zosen Lee eine Entschädigung in Höhe von 50 Millionen Won (rund 37.500 Dollar) plus Verzugszinsen zahlen muss.

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