Bei den Reifeprüfungen in den letzten drei Jahren und einem Scheintest oder Mocktest im Juni hat es 22 sogenannte „Killerfragen“ in den Fächern Koreanisch, Englisch und Mathematik gegeben.
Das entsprechende Analyseergebnis gab das Bildungsministerium am Montag im Rahmen der Maßnahmen zur Verringerung der Ausgaben für private Bildung bekannt. Mit Killerfragen sind äußerst schwierige Aufgaben gemeint, für deren Beantwortung Wissen gebraucht wird, das im Schulunterricht nicht vermittelt wird.
Das Ministerium kündigte an, mit Lehrkräften vor Ort im Mittelpunkt bei der Ausarbeitung der Fragen für die Reifeprüfung College Scholastic Ability Test (CSAT) Fragen gründlich zu überprüfen, damit künftig keine Killerfragen mehr vorkommen.
Der Koreanische Verband der Lehrervereinigungen (KFTA) begrüßte zwar den Plan, wies aber zugleich darauf hin, dass die Ausgaben für die private Bildung mit komplexen Faktoren, darunter Lehrplan, Aufnahmeprüfungssystem und Universitätssystem, zusammenhingen. Es liege auch daran, dass in der südkoreanischen Gesellschaft ein großer Wert auf den Bildungshintergrund gelegt werde und dass der Weg zu einem guten Job durch eine „schmale Tür“ führe.
Es könnten Auswirkungen erwartet werden, wenn eine umfassende Politik im Rahmen der Sozial- und Arbeitspolitik neben der Bildungspolitik betrieben werde, hieß es.