Die Mindestlohnkommission hat beschlossen, im kommenden Jahr keine nach Branchen differenzierten Mindestlöhne anzuwenden.
Die Kommission traf die Entscheidung in einer Abstimmung auf ihrer siebten Plenarsitzung am Donnerstag. 15 Mitglieder stimmten gegen unterschiedliche Mindestlöhne für jeweilige Branchen, während elf dafür stimmten.
Das Gremium besteht aus je neun Vertretern von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und aus der Öffentlichkeit. Jedoch nahmen lediglich 26 Mitglieder an der Abstimmung teil, weil ein Vertreter der Arbeitnehmerschaft kürzlich verhaftet worden war.
Die Vertreter von Unternehmern hatten gefordert, dass der Mindestlohn für die Branchen, die kaum fähig zur Zahlung höherer Löhne seien, darunter das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, niedriger sein sollte. Demgegenüber hatte die Arbeitnehmerseite argumentiert, dass eine solche Differenzierung dem Sinn und Zweck des Mindestlohnsystems zuwiderlaufe.