Nationales
Gericht: Staat muss Opfer der Inhaftierung und Folter im Zusammenhang mit Demokratiebewegung 1980 entschädigen
Write: 2023-06-12 14:00:01 / Update: 2023-06-12 14:29:12
Der Staat muss nach einem Gerichtsurteil fünf Menschen wegen der Inhaftierung im Zusammenhang mit der Demokratiebewegung im Mai 1980 in Gwangju entschädigen.
Das zuständige Richtergremium am Bezirksgericht Seoul Zentral teilte am Montag mit, dass es zum Teil zugunsten der Kläger geurteilt habe. Fünf Opfer, die wegen des Vorwurfs der Verletzung des Kriegsrechts im Mai 1980 in Gongju in der Provinz Süd-Chungcheong inhaftiert und gefoltert worden waren, und 39 Familienmitglieder hatten den Staat auf Abfindungen verklagt.
Eine Reihe von Handlungen, die damals von Staatsbeamten begangen worden seien, stellten Illegalitäten von Amts wegen dar, bei denen eine öffentliche Machtposition missbraucht worden sei. Sie seien aus Sicht der gesamten Rechtsordnung gesetzwidrig, stellte das Richtergremium fest. Auch wenn konkrete Handlungen, Absicht oder Fehler von einzelnen Beamten nicht nachgewiesen worden seien, sei die Entschädigungsverantwortung des Staates nicht zu leugnen.
Das Richtergremium forderte jeweils 90 Millionen Won und 100 Millionen Won Entschädigungen für zwei Opfer. Der Familie eines verstorbenen Opfers müssten 82 Millionen Won gezahlt werden, und den beiden restlichen Opfern jeweils 61 Millionen Won.
Die fünf Opfer, damals Studenten an einer Universität in Gongju, hatten an einer Demonstration teilgenommen, um die Aufhebung des Kriegsrechts zu verlangen und die Regierung zu verurteilen. Sie waren illegal festgenommen und gefoltert worden.
Drei von ihnen waren jeweils zu drei Jahren Haft verurteilt und über 200 Tage lang in Haft gehalten worden. Eine der Drei hatte an Schizophrenie als Folge der wiederholten Folter gelitten.
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