In den letzten fünf Jahren hat jede zehnte Kinder- und Jugendarztpraxis in Seoul geschlossen.
Das ergab eine Analyse der Krankenversicherungsstatistik des Dienstes für Leistungskontrolle der Krankenversicherung HIRA.
Laut der Analyse durch das der Stadtverwaltung von Seoul unterstellte Seoul Institute gab es im Jahr 2017 noch 521 pädiatrische Praxen in der Hauptstadt. Die Zahl sank im vergangenen Jahr um 12,5 Prozent auf 456.
Das Fach mit dem stärksten Anstieg der Zahl der Praxen in dem Zeitraum ist die Psychiatrie. Die Zahl der psychiatrischen Praxen kletterte von 302 im Jahr 2017 um 76,8 Prozent auf 534 im Jahr 2022.
Der Koreanische Verband der Kinder- und Jugendärzte, der vor allem aus Ärzten mit eigener Praxis besteht, hatte Ende März auf einer Pressekonferenz die Pädiatrie für abgeschafft erklärt. Die Gruppe hatte dies damit begründet, dass ihre geschäftlichen Schwierigkeiten infolge der rapide sinkenden Geburtenrate und der Corona-Pandemie immer größer geworden seien.