Gruppen von Krankenschwestern haben sich gegen den Beschluss auf der Kabinettssitzung am Dienstag stark gewehrt, eine erneute Beratung über das Krankenpflegegesetz in der Nationalversammlung zu fordern.
Die Koreanische Vereinigung der Krankenschwestern verurteilte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Seoul die Vetoeinlegung durch Präsident Yoon Suk Yeol gegen das Krankenpflegegesetz. Sie erklärte, die erste Runde kollektiver Aktionen zu starten.
Die Organisation kündigte an, sich erneut für die Einführung des Krankenpflegegesetzes einzusetzen. Die Krankenschwestern wollen einen Dienst nach Vorschrift durchführen und vor allem medizinische Verfahren oder Verschreibungen ablehnen, die sie derzeit gewöhnlich anstelle von Ärzten übernehmen.
Die Minjoo-Partei Koreas erklärte unterdessen die Absicht, eine erneute Abstimmung über das Krankenpflegegesetz zustande zu bringen. Die führende Oppositionspartei warf Präsident Yoon vor, mit seinem Veto gegen das Gesetz nach der Ablehnung des Gesetzes zum Getreidemanagement erneut gegen die Gewaltenteilung verstoßen zu haben.
Für eine erneute Verabschiedung eines Gesetzes nach der Vetoeinlegung durch den Staatspräsidenten ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Parlamentarier erforderlich, die mindestens die Hälfte aller Abgeordneten ausmachen müssen. Sollten alle 115 Abgeordneten der regierenden Partei Macht des Volks dagegen stimmen, ist eine erneute Verabschiedung unmöglich.