Soldaten haben während des Gwangju-Aufstands 1980 an über 20 Orten mehr als 50 Mal auf Zivilisten geschossen.
Das teilte ein Untersuchungsausschuss am Dienstag mit.
Zu dem Ergebnis seien die Experten aufgrund der Analyse von militärischen Operationen zur Niederschlagung des Aufstands und des Standorts von durch Schüssen verletzten und getöteten Personen gekommen.
Es war das erste Mal, dass der Ausschuss nach Untersuchungen eine konkrete Anzahl von Schüssen nennen konnte, die Soldaten nach der Verhängung des Kriegsrechts auf Zivilisten abgefeuert hatten.
Die ersten Schüsse seien demnach gegen 16.50 Uhr des 19. Mai 1980 vor der Gwangju Oberschule abgefeuert worden. Am folgenden Tag sei nahe dem Bahnhof von Gwangju auf Zivilisten geschossen worden. Weitere Verletzte und Tote habe es an den meisten anderen Orten gegeben, an denen Soldaten postiert worden waren.
Aus Krankenhausakten gehe hervor, dass durch Schüsse 135 Menschen getötet und 300 verletzt wurden.
Der Untersuchungsausschuss war Ende 2019 eingesetzt worden und wird bis zum 26. Dezember ermitteln. Im kommenden Jahr soll ein Abschlussbericht mit Empfehlungen an die Regierung vorgelegt werden.