Ärzteschaft und medizinisches Personal planen wegen des Pflegegesetzes eine zweite Runde ihrer kollektiven Aktion.
Ein Bündnis aus 13 Organisationen von Beschäftigten im Medizinbereich, darunter Korean Medical Association, drohte am Donnerstag mit einer Protestaktion, die größere Ausmaße als die am 3. Mai haben würde.
Zahnkliniken wollen am Freitag schließen, andere Ärzte wollen ihre Arbeitszeit zurückfahren.
Die Zahl der Pflegehelfer, die sich der kollektiven Aktion anschließen, könnte auf über 20.000 steigen. Anfang des Monats hatten sich 10.000 Beschäftigte an dem Ausstand beteiligt. Das Bündnis plant außerdem landesweit Demonstrationen.
Unterdessen forderte die Gesellschaft der Krankenschwestern eine baldige Verkündung des Gesetzes. Spitzenvertreter der Organisation traten am Dienstag in einen Hungerstreik.
Mit dem Gesetz sollen die Arbeitsbedingungen der Krankenschwestern und -pfleger verbessert werden, indem ihre Rolle und Zuständigkeiten klar definiert werden.
Die Ärzteschaft befürchtet, dass den examinierten Pflegern damit die Tür geöffnet würde, um selbst medizinische Behandlungen anbieten zu können. Die Pflegehelfer sorgen sich, dass sie gegenüber examinierten Kräften auf dem Stellenmarkt das Nachsehen haben.