Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat auf die Notwendigkeit hingewiesen, Kwon Do-hyung, CEO von Terraform Labs und Hauptfigur im Fall um den Crash der Kryptowährung Terra/Luna, nach Südkorea ausliefern zu lassen und Ermittlungen durchzuführen.
Das sei der beste Weg für die Herstellung von Gerechtigkeit, sagte Dan Sung-han, Leiter der gemeinsamen Ermittlungseinheit für Finanz- und Wertpapierkriminalität bei der Staatsanwaltschaft Seoul Süd, in einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Interview mit der Zeitung „The Wall Street Journal“.
Angesichts des Charakters dieses Falls sei die Untersuchung in Südkorea seiner Meinung nach der effizienteste Weg, um Gerechtigkeit für die Investoren zu erreichen, sagte er.
Dan, der die Ermittlungen in diesem Fall leitet, begründete die Notwendigkeit der Auslieferung von Kwon damit, dass die meisten Beweise und die wichtigsten Mittäter in Südkorea sind.
Der Staatsanwalt hielt es für sehr wahrscheinlich, dass Kwon mit der bisher längsten Freiheitsstrafe in der Geschichte der Finanzkriminalität des Landes belegt wird, sollte er in Südkorea angeklagt und schuldig gesprochen werden.
Dan rechnete damit, dass Kwon eine Freiheitsstrafe von über 40 Jahren drohen könnte.