Im Vorfeld des ersten Jahrestags seines Amtsantritts am 10. Mai sieht sich Präsident Yoon Suk Yeol mit Kritik aus progressiven religiösen Kreisen konfrontiert.
Eine Gruppe christlicher Pastoren und Missionare veröffentlichten am Donnerstag in Seoul eine Erklärung zur Lage im Land anlässlich des ersten Jubiläums der Amtseinführung der Regierung von Yoon Suk Yeol.
In der von etwa 1.000 Geistlichen unterzeichneten Erklärung kritisierten sie die Außenpolitik der Yoon-Regierung und sprachen von einer Katastrophe inmitten der unterwürfigen und demütigenden Diplomatie gegenüber den USA und Japan.
1.000 Geistliche hätten sich gemeldet, weil sie der Realität in dem Land nicht mehr tatenlos zusehen könnten, die ins Chaos gerate, hieß es.
In buddhistischen Kreisen wird eine Veranstaltung vorbereitet, um Yoons Rücktritt zu fordern. Das Vorbereitungskomitee hierfür kündigte an, am 20. Mai in der Nähe des Seouler Rathauses eine solche buddhistische Zeremonie auszurichten.
Eine landesweite Organisation von katholischen Priestern zur Verwirklichung der Gerechtigkeit hält seit dem 10. April jede Woche eine Gebetsveranstaltung ab, um Yoons Rücktritt zu verlangen.