Fast 87 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Südkorea führen ein unglückliches Alltagsleben, weil sie zu viel lernen oder zu wenig schlafen.
Nach Angaben der Organisation ChildFund Korea am Mittwoch ergab ihre Umfrage „Kinderglücksindex 2023“ das entsprechende Ergebnis. Befragt wurden im November und Dezember letzten Jahres 2.231 Schüler von der fünften Grundschulklasse bis zur zweiten Oberschulklasse.
Bei 1.940 Befragten, 86,9 Prozent, wurde ein niedriger Glücksindex ermittelt. Der entsprechende Anteil kletterte gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozentpunkte.
Beim Kinderglücksindex geht es darum, den Tag eines Kindes in vier Lebensbereichen, Schlaf, Lernen, Medien und Bewegung, zu analysieren und den Grad des Gleichgewichts im Alltag durch den Vergleich des Ergebnisses mit der empfohlenen Zeit zu berechnen.
Die Untersuchung ergab auch, dass Depressionen, Ängste und impulsive Selbstmordgedanken bei Kindern sowie die Vernachlässigung und emotionale Misshandlung durch Eltern stetig zunehmen, das Selbstwertgefühl dagegen gesunken ist.
Der Anteil der Befragten, die schon einmal spontan an Selbstmord gedacht haben, stieg von 4,4 Prozent im Jahr 2021 und 7,7 Prozent im Jahr 2022 auf 10,2 Prozent im laufenden Jahr.