Ein weiteres koreanisches Opfer der sexuellen Versklavung durch das japanische Militär während des Zweiten Weltkriegs ist am Dienstag verstorben.
Das gab das Ministerium für Gleichstellung und Familie bekannt. Auf Wunsch der Hinterbliebenen wurde die Identität des verstorbenen Opfers nicht bekannt gemacht.
Gleichstellungsministerin Kim Hyun-sook sagte, es sei herzzerreißend, sich von einem weiteren Opfer zu verabschieden. Sie hoffe, dass die Verstorbene in Frieden ruhen werde.
Es gebe nur noch neun Überlebende unter den bei der Regierung registrierten Opfern der Sexsklaverei. Das Gleichstellungsministerium werde sich sorgfältig um die Überlebenden kümmern, damit sie ein angenehmes Leben führen könnten, und weiterhin Projekte zur Wiederherstellung der Ehre und Würde der Opfer durchführen, versprach Kim.
Bei der südkoreanischen Regierung sind insgesamt 240 Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee registriert. 231 von ihnen sind inzwischen verstorben. Das Durchschnittsalter der neun noch Überlebenden liegt bei 94,4 Jahren. Acht von ihnen sind zwischen 90 und 95 Jahren alt und eine 96 Jahre oder älter.