„Jikji Simche Yojeol“, das älteste erhaltene, mit beweglichen Metalllettern gedruckte Werk der Welt, wird in Frankreich zur Schau gestellt.
Nach Angaben aus Wissenschaftskreisen am Dienstag wird die französische Nationalbibliothek in Paris bei der Ausstellung „Imprimer! L’Europe de Gutenberg“ (Drucken! Gutenbergs Europa) vom 12. April bis 16. Juli „Jikji“ zur Schau stellen.
Es ist das erste Mal seit fast 50 Jahren, dass das Werk der Öffentlichkeit gezeigt wird.
Jikji handelt von buddhistischen Lehren und wurde vom buddhistischen Mönch Baegun zur Goryeo-Zeit verfasst. Das Buch wurde im Jahr 1377 im Tempel Heungdeok in Cheongju in der Provinz Nord-Chungcheong mit beweglichen Lettern aus Metall gedruckt, und zwar 78 Jahre früher als die Gutenberg-Bibel.
Es wird davon ausgegangen, dass das Buch ursprünglich aus zwei Bänden bestand. Jedoch existiert lediglich der zweite Band noch und wird derzeit in Frankreich aufbewahrt.
Wie bekannt wurde, hatte Collin de Plancy, Ende des 19. Jahrhunderts französischer Diplomat in Korea, zwischen Ende der 1880er und Anfang der 1890er Jahre in Korea Jikji erhalten.
Das Werk wurde im Jahr 1950 der französischen Nationalbibliothek gespendet.