Die Präsidentschaftskandidaten bemühen sich zwei Monate vor der Wahl darum, mit Versprechen um Wählergunst zu werben.
Lee Jae-myung von der Minjoo-Partei Koreas nahm am Sonntag an einer Zeremonie zur Eröffnung eines Parteigebäudes für junge Menschen teil und warb um Wähler in ihren Zwanzigern und Dreißigern.
Lee stellte in sozialen Medien steuerliche Entlastungen für Menschen, die in Mietwohnungen leben, in Aussicht. Mit Verweis auf Schwierigkeiten junger Menschen wegen der steigenden Mietpreise versprach er, eine rückwirkende Absetzung der monatlichen Miete von der Steuer anzubieten, damit auch vor bis zu fünf Jahren gezahlte Mieten abgesetzt werden können.
Yoon Suk Yeol von der Partei Macht des Volks versprach im Anschluss an ein Gespräch mit Selbstständigen „Mietgebühren zum halben Preis“.
Er sagte, die Regierung werde zunächst Kredite für Kleinunternehmer und Selbstständige anbieten. Sollten die Kredite für die Zahlung von Mieten und öffentlichen Abgaben verwendet werden, werde der Staat 50 Prozent des Kreditbetrags zahlen.
Sim Sang-jung von der Gerechtigkeitspartei versprach, ein Ministerium für Kinder und Jugendliche zu gründen und den Jugendlichen unentgeltliche Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen.
Ahn Cheol-soo von der Partei des Volks betonte, dass der Staat für die absolute Armut verantwortlich sei. Er sagte zu, die Richtlinien abzuschaffen, mit denen die Ernährung der Menschen mit geringem Einkommen zunächst ihren Familienmitgliedern vorgeschrieben wird, damit mehr arme Haushalte in den Genuss der staatlichen Fürsorge kommen können.