Japan hat gegen den Besuch des Chefs der südkoreanischen Polizei auf den Felseninseln Dokdo scharf protestiert.
Chefkabinettssekretär Hirokazu Matsuno sagte Reportern am Dienstag, dass bei Südkorea Beschwerde eingelegt worden sei. Auch habe Japan seinen Gebietsanspruch auf die Inseln bekräftigt.
Takeshima, so heißen die Inseln in Japan, sei im Lichte historischer Tatsachen und nach internationalem Recht eindeutig japanisches Territorium. Tokio wolle sein Territorium, seine Hoheitsgewässer und seinen Luftraum schützen, hieß es weiter.
Auch Japans Außenminister Yoshimasa Hayashi äußerte Bedauern über den Besuch des südkoreanischen Polizeichefs Kim Chang-yong auf Dokdo.
Kim war am Dienstag mit einem Hubschrauber zu den Inseln Dokdo und Ulleung geflogen. Er ermutigte die dort zur Bewachung der Inseln stationierten Polizisten. Erstmals seit 12 Jahren war damit ein Chef der nationalen Polizeibehörde zu einer Inspektion auf Dokdo.
Ein Beamter der südkoreanischen Polizei sagte, dass der Besuch in diplomatischer Hinsicht keine Bedeutung habe. Es sei einzig darum gegangen, die Kollegen vor Ort zu ermutigen.