Zwischen den Militärs Südkoreas und Russlands werden direkte Telefonverbindungen eingerichtet.
Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass beide Länder am Donnerstag eine Absichtserklärung (MOU) über die Einrichtung und den Betrieb direkter Telefonverbindungen zwischen den Marinen und den Luftwaffen unterzeichnet hätten.
Eine Hotline wird zwischen dem südkoreanischen Flottenkommando und der russischen Pazifikflotte eingerichtet, eine andere zwischen der Ersten Hauptkontroll- und -meldezentrale der südkoreanischen Luftwaffe und der 11. Luft- und Luftverteidigungsarmee Russlands. Beide Hotlines werden noch binnen Jahresfrist eingerichtet.
Beide Länder hatten im November 2002 ein Abkommen zur Vermeidung von gefährlichen militärischen Handlungen abgeschlossen und Diskussionen über die Einrichtung einer Hotline zwischen den Streitkräften aufgenommen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hatten sie sich über den Wortlaut der Absichtserklärung geeinigt.
Unterzeichnet wurde die Einigung von Kim Sang-jin, Generaldirektor für internationale Politik im südkoreanischen Verteidigungsministerium, und Viktor Kalganow, dem stellvertretenden Direktor des russischen Nationalen Kontrollzentrums für Verteidigung.
Das Verteidigungsministerium in Seoul äußerte die Erwartung, dass die Absichtserklärung zur Verbesserung des Vertrauens und der Kommunikation zwischen den Militärs beider Länder führe und dadurch zufällige Zusammenstöße in der Luft und auf See vermieden werden könnten. Der Schritt könnte auch zum Abbau von Spannungen und zur Friedensschaffung in der Region beitragen.
Das Militär erwartet unter anderem, dass mit einer Hotline zwischen den Luftwaffen unbeabsichtigten Zusammenstößen in der südkoreanischen Luftraumüberwachungszone (KADIZ) wirksam vorbeugt werden könne.