Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nimmt angesichts der geplanten Ableitung radioaktiv kontaminierten Wassers aus dem Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ins Meer Japans Managementfähigkeit unter die Lupe.
Nach Angaben des japanischen Außenministeriums am Samstag werden die IAEA und Experten aus verschiedenen Ländern vom heutigen Dienstag bis Freitag Wasserproben im Meer nahe dem havarierten Kernkraftwerk und Bodenproben vom Meeresgrund nehmen. Damit solle festgestellt werden, ob die Überwachung durch Japan ordentlich verlaufe.
Die Kontrolle stellt eine Überwachung des Meers in der Umgebung von Fukushima auf Ratschlag der IAEA dar. Daran beteiligen sich auch Analyselabore in Südkorea, Deutschland und Frankreich.
Die IAEA will durch die Kontrolle feststellen, ob das Ablassen verseuchten Wassers ab Frühling 2023 auf ordentliche und kontrollierte Weise erfolgen könnte.
Die Nachbarländer wie Südkorea und China sprechen sich gegen den Entsorgungsplan Japans aus, weil darin Tritium, ein radioaktiver Stoff, auch nach der Klärung des verseuchten Kühlwassers enthalten sein werde. Südkorea verlangt von Japan die Einsetzung eines bilateralen Beratungsgremiums.