Mehr als 40 Länder haben sich auf mittel- und langfristige Pläne für einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung geeinigt.
Dazu zählen auch große Kohleverbraucher wie Südkorea, Kanada, Polen, die Ukraine und Vietnam.
Eine entsprechende Erklärung wurde auf der UN-Klimakonferenz COP26 vereinbart, die derzeit im britischen Glasgow stattfindet. Die britische Regierung teilte mit, dass sich 18 Staaten, darunter Polen, Vietnam und Chile, zum ersten Mal der Politik für den Kohleausstieg angeschlossen hätten.
Die Staaten vereinbarten, Investitionen in neue Kohlekraftwerke in- und außerhalb ihres Territoriums sofort zu stoppen und den Einsatz sauberer Energien zu beschleunigen.
Der Anteil der Kohleverstromung werde schrittweise zurückgefahren. Die Industrienationen würden in den 2030er Jahren und die Entwicklungsländer in den 2040er Jahren endgültig aus der Kohle aussteigen, so die Vereinbarung.
Bürgerorganisationen äußern Kritik, dass angesichts der Dringlichkeit des Klimawandels der vereinbarte Zeitpunkt für den Kohleausstieg zu spät sei. Der Wirksamkeit der Vereinbarung seien auch deshalb Grenzen gesetzt, weil eine Reihe großer Kohleverbraucher wie Australien, China, Indien und die USA nicht beteiligt sind.
Greenpeace bemängelte, dass die Erklärung inhaltlich sehr unzureichend sei, so dass die Zielwerte für die Reduzierung der Nutzung der fossilen Energieträger nicht erreicht würden. Das Kleingedruckte lasse den Ländern anscheinend viel Spielraum, um ihr eigenes Ausstiegsdatum zu wählen.