Präsident Moon Jae-in und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sind am Sonntag am Rande des G20-Gipfels in Rom zu einem bilateralen Gespräch zusammengekommen.
Bei dem de facto letzten Gipfelgespräch mit der scheidenden Bundeskanzlerin bat Moon sie um ständiges Interesse und Unterstützung für die Entwicklung der Beziehungen zwischen Südkorea und Deutschland sowie den Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel.
Moon stellte fest, dass sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern seit Merkels Amtsantritt im Jahr 2005 in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur solide entwickelt hätten. Er bedankte sich für Merkels Bemühungen hierfür.
Er äußerte die Hoffnung, dass Merkel auch im Ruhestand sowohl bei der Entwicklung der bilateralen Beziehungen als auch bei der Bewältigung verschiedener globaler Probleme, darunter Klimawandel, Flüchtlingsfrage und Infektionskrankheiten, eine wichtige Rolle spiele.
Merkel sagte, sie erwarte, dass sich die bilateralen Beziehungen auf der bisher geschaffenen Grundlage weiter entwickeln würden.
Moon äußerte, dass sein beim Berlin-Besuch 2017 präsentiertes Friedenskonzept zur Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang und zu Gipfelgesprächen zwischen beiden Koreas und zwischen Nordkorea und den USA geführt habe.
Merkel betonte, sie werde die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen und die Friedensschaffung auf der koreanischen Halbinsel weiter unterstützen.
Bei dem Treffen war auch Olaf Scholz, Vizekanzler und Kanzlerkandidat, anwesend. Moon sagte dem ehemaligen Bürgermeister von Hamburg, er wisse, dass Hamburg und Busan in einem engen Austausch miteinander gestanden hätten. Zugleich äußerte der Präsident die Erwartung, dass Scholz aufgrund eines besonderen Verhältnisses mit Südkorea die Beziehungen zwischen beiden Staaten weiter entwickeln werde.
Scholz habe versprochen, hierfür noch größere Bemühungen zu unternehmen.