Angesichts der Forderung der USA nach Unterstützung für die UN-Beteiligung Taiwans will die südkoreanische Regierung das sogenannte Ein-China-Prinzip und den Charakter internationaler Organisationen berücksichtigen.
Die entsprechende Position teilte ein Beamter des Außenministeriums am Donnerstag Reportern mit. Mit Verweis auf die Forderung von US-Außenminister Antony Blinken nach einer Unterstützung für Taiwans UN-Beteiligung fragten Reporter, ob Südkorea diese Position unterstütze.
Die Regierung handele unter Berücksichtigung verschiedener Umstände, darunter die grundlegende Position, dass sie das Ein-China-Prinzip respektiere, und der Charakter der betreffenden internationalen Organisationen, hieß es.
Blinken hatte am Dienstag (Ortszeit) in einer Erklärung kritisiert, dass sich Taiwan an internationalen Organisationen nicht beteiligen kann, weil China Taiwan nicht als Staat anerkennen will.
Eine sinnvolle Beteiligung Taiwans am UN-System stelle keine politische, sondern eine pragmatische Frage dar. Taiwans Ausschluss untergrabe die wichtige Arbeit der UNO und der mit ihr verbundenen Gremien, betonte Blinken.
Blinkens Forderung sorgte für heftigen Widerstand auf chinesischer Seite. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, sagte, dass Peking ernsthafte Verhandlungen verlangt habe.