Die südkoreanische Entwicklungshilfeorganisation KOICA hat das Volumen der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ODA) für Afghanistan im kommenden Jahr drastisch reduziert.
Grund ist die Ungewissheit in Bezug auf die Bedingungen für die Projektdurchführung angesichts der Machtübernahme durch die Taliban.
Laut Daten, die die dem Außenministerium unterstellte Agentur dem Abgeordneten Thae Yong-ho der Oppositionspartei PPP vorlegte, sind für die Unterstützung für Afghanistan im kommenden Jahr 1,05 Milliarden Won oder knapp 878.000 Dollar im Regierungsentwurf vorgesehen.
Damit wurde das ursprünglich von der Organisation geplante Budget in Höhe von 4,72 Milliarden Won oder 3,95 Millionen Dollar um fast 80 Prozent gekürzt.
Die KOICA berichtete dem Parlamentarier, dass sie die Situation in Afghanistan infolge der erneuten Machtübernahme der Taliban und die Bedingungen für die Durchführung ihrer Projekte ständig unter die Lupe nehme. Sie werde der Politik der Regierung gegenüber Afghanistan folgen.