Südkorea und Vietnam haben sich geeinigt, anlässlich des 30. Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im kommenden Jahr das bilaterale Verhältnis aufzustufen.
Die Einigung trafen Präsident Moon Jae-in und sein vietnamesischer Amtskollege Nguyen Xuan Phuc bei ihrem Spitzentreffen am Rande der UN-Generalversammlung am Dienstag (Ortszeit) in New York.
Das Treffen war das erste Präsenzgespräch zwischen beiden Staatspräsidenten seit dem Amtsantritt von Nguyen Xuan Phuc im April.
Beide Staatschefs teilten die Ansicht, dass Südkorea und Vietnam optimale Kooperationspartner seien. Sie waren sich einig, dass beide Staaten für die Bewältigung der Covid-19-Pandemie und eine Wirtschaftserholung zusammenarbeiten würden.
Das koreanisch-vietnamesische Handelsvolumen betrug im Zeitraum von Januar bis Juli 47,7 Milliarden Dollar. Der Handel legte verglichen mit demselben Zeitraum 2019 um 22 Prozent zu. Die Investitionen koreanischer Unternehmen in Vietnam stiegen zudem weiter an.
Moon wies auf die Notwendigkeit einer engen Kooperation im Prozess der wirtschaftlichen Erholung in der Post-Corona-Ära hin. Er erwähnte auch die Notwendigkeit eines Kooperationsausbaus im Einklang mit der vierten industriellen Revolution und dem digitalen Zeitalter sowie eine Koordinierungsnotwendigkeit in Bezug auf neue Herausforderungen wie den Klimawandel.
Beide Präsidenten bekräftigten außerdem die Unterstützung für eine konstruktive und inklusive Rolle des südostasiatischen Staatenbundes ASEAN hinsichtlich der Lage in Myanmar. Sie vereinbarten, für die Wiederherstellung der Demokratie sowie Frieden und Stabilität in Myanmar eng zusammenzuarbeiten.