Internationales
Japan will Gerichtsbefehl zu Vermögenswerten in Korea nicht akzeptieren
Write: 2021-09-03 13:39:37 / Update: 2021-09-03 14:01:06
Die japanische Regierung will eine südkoreanische Gerichtsanordnung zur Offenlegung ihrer Vermögenswerte für die Entschädigung früherer Trostfrauen nicht akzeptieren.
Die entsprechende Position teilte der japanische Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato auf einer Pressekonferenz am Donnerstag mit.
Das zentrale Seouler Bezirksgericht hatte zuvor die japanische Regierung angewiesen, die Liste ihrer Vermögenswerte in Südkorea bis März nächsten Jahres einzureichen.
Das Urteil des Bezirksgerichts im Januar stelle einen eindeutigen Verstoß gegen das Völkerrecht und eine relevante Einigung zwischen Südkorea und Japan dar. Es sei äußerst bedauerlich und könne keinesfalls akzeptiert werden, betonte Kato.
Das Gericht erster Instanz hatte im Januar die japanische Regierung angewiesen, zwölf Opfern der sexuellen Versklavung durch die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg jeweils 100 Million Won (86.500 Dollar) zu zahlen.
Die japanische Regierung war mit Verweis auf die Staatenimmunität nicht auf das Gerichtsverfahren eingegangen.
Angesichts der ausbleibenden Reaktion der japanischen Regierung hatten die Klägerinnen im April die Offenlegung von Vermögenswerten Tokios in Südkorea beantragt, damit sie durch eine Konfiszierung die Entschädigung erhalten können.
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