Aus Sicht des Präsidialamts ist es nicht ohne Weiteres möglich, Ortskräfte südkoreanischer Unternehmen aus Afghanistan zu evakuieren.
Entsprechendes sagte ein leitender Beamter am Dienstag Reportern gegenüber. Damit antwortete er auf die Frage, ob Seoul eine weitere Evakuierung überprüfe, weil es in Afghanistan auch Helfer von Unternehmen im Zusammenhang mit Südkorea geben solle.
Er wies darauf hin, dass es auch Länder gebe, die selbst ihre eigenen Staatsbürger noch nicht vollständig aus dem Land ausfliegen konnten.
Die Regierung hatte zuvor im Zuge der „Operation Miracle“ 390 Afghanen nach Südkorea ausgeflogen. Sie sind Ortskräfte, die für Institutionen der südkoreanischen Regierung wie die Botschaft und die Entwicklungshilfeorganisation KOICA gearbeitet hatten, und ihre Familienmitglieder.
Wie verlautete, warteten auch Afghanen, die indirekt von der südkoreanischen Regierung beschäftigt wurden oder für südkoreanische Unternehmen arbeiteten, auf eine Rettung.