Südkorea hat Bedauern über den Plan des japanischen AKW-Betreibers TEPCO geäußert, verstrahltes Kühlwasser aus dem Fukushima-Reaktor ins Meer abzulassen.
Tokyo Electric Power Company teilte mit, dass das behandelte aber immer noch radioaktiv verseuchte Wasser durch einen Tunnel abgelassen werden soll. Der rund einen Kilometer lange unterseeische Tunnel muss noch gebaut werden.
Lee Tong-q, für Klimawandel, Energie sowie Umwelt und Wissenschaft zuständiger Generaldirektor im Außenministerium, bestellte am Donnerstag Makoto Hayashi ein, der an der japanischen Botschaft in Seoul für politische Angelegenheiten zuständig ist. Ihm gegenüber äußerte er Bedauern über den am Mittwoch vorgestellten Plan.
Lee überreichte auch ein Dokument, mit dem Südkorea erneut bekräftigt, zu den Entsorgungsplänen in Opposition zu stehen. Die Seouler Regierung hatte diese Position bereits im April offiziell bekannt gemacht und auf die Notwendigkeit von ausreichenden Diskussionen über die Angelegenheit sowie gründliche Weitergabe von Informationen zu dem Vorhaben hingewiesen.
Der Generaldirektor forderte Japan erneut auf, ein bilaterales Beratungsgremium einzurichten, in dem die Angelegenheit gründlich diskutiert werden könne.
Hayashi habe die Position der japanischen Regierung dargelegt und erklärt, diese über die Bedenken Seouls informieren zu wollen.