Die USA haben bei Südkorea offiziell wegen der Unterbringung afghanischer Flüchtlinge angefragt.
Das bestätigte Außenminister Chung Eui-yong am Montag. Der Abgeordnete Lee Tae-kyu von der führenden Oppositionspartei Macht des Volks (PPP) hatte im Ausschuss für Auswärtiges und Vereinigung nachgebohrt, ob es eine entsprechende Anfrage Washingtons gegeben habe.
Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, dass die US-Regierung Schutzsuchende aus Afghanistan vorübergehend auf Stützpunkten in Amerika, Japan, Südkorea, Deutschland, Kosovo, Bahrain und Italien unterbringen wolle.
Außenminister Chung bestätigte, dass es erste Gespräche über diese Option gegeben habe, diese aber nicht fortgeführt würden. Eine Belegung der Unterkünfte auf US-Stützpunkten mit Flüchtlingen erfordere eine Genehmigung der südkoreanischen Regierung, sagte der Minister weiter.
Chungs weiteren Angaben zufolge gebe es eine beträchtliche Anzahl von Afghanen, die Südkorea bei der Umsetzung von Projekten in den vergangenen 20 Jahren geholfen hätten und nach Südkorea kommen wollten.