Laut einem Medienbericht arbeiten nordkoreanische Arbeiter trotz des Verbots ihrer Beschäftigung im Ausland gemäß UN-Sanktionen weiter in der russischen Stadt Wladiwostok, um Devisen zu beschaffen.
Die US-Zeitung „Washington Post“ schrieb am Sonntag (Ortszeit), dass es auf einem beliebten Anzeigenportal in Wladiwostok eine separate Seite mit Stellenanzeigen für nordkoreanische Arbeiter gebe.
Ein nordkoreanischer Arbeiter sagte der Zeitung, er habe viele Jahre in Russland gearbeitet. Er könne dort deutlich mehr Geld als in Nordkorea verdienen, obwohl etwa die Hälfte seines Einkommens für das Regime von Kim Jong-un vorgesehen sei.
Der zu zahlende Betrag sei festgelegt, sagte der Nordkoreaner weiter. Wer viel verdiene, könne auch viel behalten. Wer wenig verdiene, für den bleibe nur wenig übrig.
Gemäß den Sanktionen des UN-Sicherheitsrats hätten die UN-Mitgliedsländer bis Dezember 2019 alle nordkoreanischen Arbeiter heimschicken müssen. Jedoch gebe es in Wladiwostok, einer Hafenstadt nahe der Grenze zu Nordkorea, noch immer viele nordkoreanische Arbeiter, so die Zeitung.
Mehrere russische Bauleiter in Wladiwostok sagten, dass sie auch nach dem Inkrafttreten der UN-Sanktionen mit Nordkoreanern gearbeitet hätten.