Eine Friedensstatue, die die Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee symbolisiert, wird in München ausgestellt.
Die Statue traf inzwischen in München ein. Während der Fahrt vom Flughafen zum Ausstellungsort fragte die Bildhauerin Kim Seo-kyung, ob sie die Ausstellungshalle schon betreten könne. Ihrer Bitte wurde entsprochen.
Der Ausstellungsort befindet sich in der Nähe der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach der Ankunft dort verschaffte sich das Künstlerpaar Kim Seo-kyung und Kim Un-sung einen Eindruck von dem Ort, wo seine Friedensstatue in Gestalt eines Mädchens bei der Ausstellung stehen wird.
Kim Seo-kyung sagte, es berühre sie zutiefst, eine Friedensbotschaft, den Wunsch von Opfern der Sexsklaverei, übermitteln zu können.
Kim Un-sung äußerte den Wunsch, dass deutsche Besucher über die Bedeutung der Statue und darüber nachdenken würden, was früher geschehen sei.
Die japanische Seite versuchte, die Ausstellung der Friedensstatue zu vereiteln, und schickte zahlreiche Protestschreiben. Die Statue wird jedoch wie geplant ab 21. Juli gezeigt.
Der Ausstellungsraum befindet sich in einem Viertel, in dem es viele Galerien und Kunstmuseen gibt. Passanten können dort leicht auf die Statue treffen.
Bei der Ausstellung zum Thema „Kunst und Demokratie“ in PLATFORM München kommt der Friedensstatue eine besondere Bedeutung zu.
Lena von Geyso, Kuratorin der Ausstellung, sagte, die Friedensstatue sei ein wichtiger Ausdruck von zivilgesellschaftlichem, anti-patriarchalem und antikolonialistischem Engagement.
Die Ausstellung in München findet vom 22.07.bis 15.09. statt.
Eine weitere Friedensstatue in Dresden, die japanischem Druck auf eine Entfernung standhielt, wird dort planmäßig bis zum 1. August ausgestellt. Sie wird laut Informationen anschließend an einem anderen Ort in Europa der Öffentlichkeit präsentiert.