Politik
Seoul bestellt japanischen Botschafter wegen umstrittener Bemerkung seines Stellvertreters ein
Write: 2021-07-19 11:29:56 / Update: 2021-07-19 14:52:09
Das südkoreanische Außenministerium hat den japanischen Botschafter in Seoul einbestellt, um gegen eine umstrittene Äußerung seines Stellvertreters zu protestieren.
Ein südkoreanischer Sender berichtete am Freitag, dass Hirohisa Soma, Gesandter der japanischen Botschaft, während eines Mittagessens mit zwei Reportern unanständige Äußerungen gemacht habe.
Auf die Frage, ob ein koreanisch-japanisches Gipfeltreffen während der olympischen Spiele stattfinden könnte, antwortete Soma mit einem sexuellen Ausdruck. Präsident Moon Jae-würde allein einen Nervenkrieg führen und selbst an sich Hand anlegen.
Sechs Stunden nach der Berichterstattung, am frühen Samstagmorgen, veröffentlichte die japanische Botschaft eine Pressemitteilung im Namen von Botschafter Koichi Aiboshi.
Soma habe erläutert, dass der vulgäre Ausdruck nicht auf Präsident Moon bezogen gewesen sei. Der Botschafter finde die äußerst unangemessene Bemerkung sehr bedauerlich und habe ihn verwarnt, hieß es.
Vizeaußenminister Choi Jong-kun bestellte am Samstagvormittag den japanischen Botschafter ein. Choi protestierte, dass mit der undiplomatischen und unhöflichen Äußerung Präsident Moon mit seinen Bemühungen um eine Entwicklung der Beziehungen zwischen Südkorea und Japan stark herabgesetzt worden sei.
Er forderte, dass die japanische Regierung zügig sichtbare und angemessene Maßnahmen treffe, um eine Wiederholung solcher Fälle zu verhindern.
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