Lee Jun-seok, Chef der Oppositionspartei Macht des Volks (PPP), hat seine umstrittene Forderung nach der Abschaffung des Ministeriums für Geschlechtergleichstellung und Familie sowie des Vereinigungsministeriums wiederholt.
Ihre Zeit sei abgelaufen, oder die Ministerien hätten von Anfang an keine Rolle gespielt, behauptete Lee.
Beide Ministerien seien für spezielle Aufträge zuständig und bereits vor über 20 Jahren eingerichtet worden, sagte Lee auf einer Vorstandssitzung der PPP am Montag. Es sei daher an der Zeit, ihre Sonderaufträge zu bewerten.
Er wies auf den Verdacht hin, dass inmitten des eskalierenden Genderkonflikts im Land das Gleichstellungsministerium für seine Existenz Aktivitäten außerhalb des Zuständigkeitsbereichs durchführe, beispielsweise ein öffentliches Entwicklungsprojekt für Frauen in Indonesien.
Lee warf dem Vereinigungsministerium vor, weiter zu schweigen, obwohl Nordkorea das innerkoreanische Verbindungsbüro gesprengt und einen südkoreanischen Staatsbürger ermordet hatte.
Der PPP-Chef hatte bereits zuvor gefordert, dass beide Ministerien abgeschafft werden müssten. Daraufhin hatte Vereinigungsminister Lee In-young kritisiert, dass es Lee Jun-seok an Gendersensibilität und Geschichtsbewusstsein mangele.
Gleichstellungsministerin Chung Young-ai sagte unterdessen am Mittwoch bei einem Treffen mit Journalisten, sie könne die Kritik kaum akzeptieren, dass ihr Ministerium in letzter Zeit zum Genderkonflikt beigetragen habe.