Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat gegen Japans wiederholten Gebietsanspruch auf die Felseninseln Dokdo in dessen Verteidigungsweißbuch protestiert.
Der Vizechef des Büros für internationale Politik, Lee Kyoung-koo, bestellte am Dienstag Takashi Matsumoto, einen Militärattaché der japanischen Botschaft in Seoul, ein. Wie verlautete, habe Lee heftig gegen Angaben zu Dokdo im Verteidigungsweißbuch 2021 protestiert.
Der japanische Verteidigungsminister Nobuo Kishi hatte am Dienstagvormittag in einer Kabinettssitzung unter Leitung von Premierminister Yoshihide Suga das Verteidigungsweißbuch 2021 vorgestellt.
In dem Papier steht, dass territoriale Fragen zu japanischen Gebieten wie den Nordterritorien (japanischer Ausdruck für die Südkurilen) und Takeshima (japanische Bezeichnung für Dokdo) noch immer ungelöst seien.
Japan behauptet seit 2005 das 17. Jahr in Folge in seinem jährlich erscheinenden Verteidigungsweißbuch, dass Dokdo sein eigenes Territorium sei.