Japan ist nach Einschätzung der UNESCO seinen Versprechen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit im Krieg und Welterbestätten nicht nachgekommen.
Das gehe aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der UNESCO und des Internationalen Rats für Denkmalpflege zu einem Informationszentrum in Tokio für japanisches Industrieerbe hervor, teilte das südkoreanische Außenministerium mit.
Das Zentrum öffnete im Juni letztes Jahres. Es war zugesichert worden, dass in der Ausstellung auf das Thema Zwangsarbeit hingewiesen werde. Ein bekanntes Beispiel ist das auch als Schlachtschiff-Insel bekannte Hashima, wo Zwangsarbeiter Kohle abbauten.
Das Welterbekomitee veröffentlichte außerdem einen Entwurf für eine Entscheidung, die bei der kommenden Sitzung bekannt gegeben werden soll. Darin wird unter anderem von "starkem Bedauern" berichtet.
Ein südkoreanischer Beamter sagte, es sei selten, dass das Komitee solche Formulierungen gebrauche. Dies zeuge von der Übereinstimmung in der internationalen Gemeinschaft, dass Japan seine Zusagen erfüllen müsse.