Die US-Regierung will laut einem Zeitungsbericht ihre Sanktionspolitik überprüfen.
Das schrieb das "Wall Street Journal" am Montag und zitierte mehrere Quellen, denen zufolge die Art und Weise wie Strafmaßnahmen gegen Staaten wie Iran und Nordkorea verhängt würden, überprüft würde.
Ziel sei es, wirtschaftliche Kollateralschäden zu vermeiden und sich stärker mit Verbündeten abzustimmen, anstatt unilateral vorzugehen.
Die wäre laut dem Zeitungsbericht eine deutliche Abkehr vom Kurs der früheren Trump-Regierung, die so häufig wie keine andere US-Regierung zuvor Sanktionen als außenpolitisches Mittel eingesetzt habe, um Druck auf Gegner auszuüben.
Die Druckausübung habe jedoch keine wichtigen Einigungen oder Veränderungen im Verhalten der betroffenen Staaten bewirkt. Daher seien Zweifel am Wert der Sanktionen als alleiniges Mittel aufgekommen, schrieb die Zeitung.
Die Biden-Regierung vertrete hingegen die Einschätzung, dass Sanktionen in einem größeren diplomatischen Rahmen unter Einbezug der Verbündeten und flankiert durch Überzeugungsbemühungen eingesetzt werden müssten, um außenpolitische Ziele erreichen zu können, hieß es.