Eine führende japanische Zeitung hat die Entscheidung der japanischen Regierung vor zwei Jahren kritisiert, Exportbeschränkungen gegenüber Südkorea zu verhängen.
Die Zeitung „Asahi Shimbun“ schrieb in einem Leitartikel am Samstag, dass die Verschärfung der Kontrollen der Lieferungen von Halbleitermaterialien an Südkorea ein schlechter Spielzug voller Probleme gewesen sei.
Die Entscheidung sei eine Vergeltung gegen die südkoreanische Regierung dafür gewesen, gegen ein Gerichtsurteil nichts unternommen zu haben, mit dem einem japanischen Unternehmen die Entschädigung früherer Zwangsarbeiter aufgetragen worden sei, schrieb die Zeitung.
Beamte des Außenministeriums und des Ministeriums für Wirtschaft und Industrie seien damals über mögliche Schäden für japanische Unternehmen wegen der Entscheidung Tokios besorgt gewesen. Die Sorge sei zum Teil zur Realität geworden, das Exportvolumen habe stark abgenommen, hieß es.
Die japanische Regierung vertrete die Position, dass japanische Unternehmen keinen Schaden wegen der gelösten Frage der Vergangenheit erleiden sollten. Jedoch gebe es keinen Grund, dass japanische Firmen, die mit der Angelegenheit nichts zu tun hätten, enorme Verluste erleiden müssten, kritisierte die Zeitung.