Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hat beschlossen, Südkorea als Industrieland einzustufen.
Die Entscheidung wurde während der 68. Sitzung ihres Handels- und Entwicklungsrats am Freitag (Ortszeit) in Genf getroffen.
Der südkoreanische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Lee Tae-ho, sagte, Südkorea werde mit der Entscheidung der UNCTAD voraussichtlich im UN-System im Allgemeinen offiziell als Industrieland fungieren.
Keiner der 195 Mitgliedstaaten sprach sich gegen die Hochstufung Südkoreas aus der Gruppe der Entwicklungsländer in die der Industrieländer aus.
Südkorea gehörte früher zur Gruppe A, der Gruppe der Entwicklungsländer. Nun zählt Südkorea zur Gruppe B, die aus Industrieländern wie den USA und Großbritannien besteht. Die Gruppe B hat nun 32 Mitglieder.
Es ist das erste Mal seit der Gründung der UNCTAD im Jahr 1964, dass ein Mitgliedsland aus der Gruppe der Entwicklungsländer aufsteigen konnte.
Südkorea rückte letztes Jahr beim Wirtschaftsvolumen auf Platz zehn vor und übertraf beim Pro-Kopf-Einkommen Italien, ein Mitglied der G7.
Die südkoreanische Regierung hatte im Oktober 2019 erklärt, auf den Status eines Entwicklungslandes in der Welthandelsorganisation (WTO) zu verzichten.