Nach der G7 ist auch in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Einigung gelungen, eine globale Mindeststeuer für Konzerne auf 15 Prozent festzusetzen.
Die OECD teilte mit, dass 130 Staaten entsprechende Reformvorschläge für internationale Steuerregeln unterzeichnet hätten.
Zu ihnen zählen Südkorea, die USA, China und die meisten Mitglieder der Europäischen Union. Diese Länder machen 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Welt aus.
In dem Beratungsgremium der OECD sitzen insgesamt 139 Staaten. Lediglich neun Länder, darunter Irland und Ungarn, die von einem niedrigen Körperschaftssteuersatz profitiert haben, stimmten nicht zu.
Bei der internationalen Reform der Körperschaftssteuer stehen zwei Punkte im Zentrum. Einer ist die Festlegung des globalen Mindeststeuersatzes auf 15 Prozent. Ein weiterer ist, die Besteuerungsbefugnis gegenüber multinationalen Untenehmen neben den Ländern, wo diese ansässig sind, auch den Ländern, wo die Umsätze anfallen, zum Teil zu gewähren.
Die Reform visiert in erster Linie multinationale digitale Unternehmen wie Google und Facebook an. Jedoch werden viele weitere multinationale Konzerne davon betroffen sein, die für die Steuerhinterziehung oder eine geringere Steuerlast Steueroasen genutzt haben.