Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen hat laut Medienberichten Nordkorea dafür kritisiert, für unzählige Menschenrechtsverletzungen einschließlich der Entführungen von Japanern verantwortlich zu sein.
Die Kritik habe die Botschafterin Linda Thomas-Greenfield am Dienstag während eines gemeinsam von Japan, den USA, der Europäischen Union und Australien veranstalteten Online-Symposiums geübt, berichteten die Nachrichtenagenturen Kyodo und Sputnik.
Die Diplomatin forderte Nordkorea auf, die Entführten freizulassen und ihnen zu erlauben, das Land zu verlassen. Sie betonte, dass die USA weiterhin eng mit ihren Verbündeten einschließlich Japans zusammenarbeiten würden, um diese seit langem bestehenden Ungerechtigkeiten zu beseitigen.
Der japanische Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato sagte, dass die Entführungsfrage eine kritische Angelegenheit darstelle, die die Souveränität Japans und das Leben sowie die Sicherheit der japanischen Bürger betreffe. Tokio werde sein Bestes tun, damit die Entführten heimkehren könnten.
Bei dem Symposium waren auch Angehörige von zwei Japanerinnen anwesend, die in den 1970er Jahren nach Nordkorea entführt worden waren.