Südkorea und die Europäische Union haben über Maßnahmen für Verteidigungsaustausch und -zusammenarbeit sowie die regionale Sicherheitslage diskutiert.
Das Verteidigungsministerium in Seoul teilte mit, dass beide Seiten am Freitag ihren vierten Sicherheits- und Verteidigungsdialog virtuell abgehalten hätten. Anwesend waren Kim Sang-jin, Generaldirektor für internationale Politik im Verteidigungsministerium, und Joanneke Balfoort, Direktorin für Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Europäischen Auswärtigen Dienst.
Sie nahmen zur Kenntnis, dass beide Seiten auf der Grundlage ihrer strategischen Partnerschaft die Kooperation im Verteidigungsbereich ausgebaut und vertieft hätten.
Die EU-Vertreterin erläuterte auch Einzelheiten zur Indopazifik-Strategie, die derzeit aufgestellt wird, und äußerte die Hoffnung auf eine Kooperation mit Südkorea.
Sie wies auf den Beitrag der südkoreanischen Anti-Piraten-Einheit Cheonghae hin, die an der multinationalen Marinemission der EU gegen die Piraterie in der Umgebung von Somalia beteiligt ist. Beide Seiten hätten sich auch geeinigt, nach der Kooperation im Golf von Guinea angesichts der dort zunehmenden Zahl der Fälle von Piraterie zu streben, hieß es.
Südkorea und die EU halten seit 2015 alle zwei Jahre ihren Sicherheits- und Verteidigungsdialog ab.