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Internationales

Koreanische, deutsche und japanische Bürgergruppen demonstrieren gegen Tokios Entscheidung über AKW-Wasser

Write: 2021-06-09 12:41:58Update: 2021-06-09 12:50:41

Koreanische, deutsche und japanische Bürgergruppen demonstrieren gegen Tokios Entscheidung über AKW-Wasser

Photo : YONHAP News

Koreanische, deutsche und japanische Bürgerorganisationen haben in Berlin eine Protestkundgebung gegen die Entscheidung der japanischen Regierung veranstaltet, kontaminiertes Wasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima ins Meer abzulassen. 

Etwa 70 Mitglieder eines Aktionsbündnisses aus 17 zivilgesellschaftlichen Organisationen für den Stopp der nuklearen Verseuchung des Pazifiks versammelten sich am Dienstag (Ortszeit), dem Internationalen Tag der Ozeane, zu einer Demonstration vor dem Brandenburger Tor. Zu den Organisationen zählen der Korea Verband, Sayonara Nukes Berlin und IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs) Deutschland. 

Die japanische Regierung hatte im April beschlossen, über 1,25 Millionen Tonnen kontaminiertes Abwasser aus dem havarierten AKW ins Meer abzulassen. 

Nataly Jung-hwa Han, Vorsitzende des Korea Verbandes, wies in der Eröffnungsrede darauf hin, dass es zu dem Plan der japanischen Regierung aus den USA und der Europäischen Union bisher kaum kritische Stimmen gegeben habe. 

Katja Goebbels, Vorstandsmitglied von IPPNW Deutschland, betonte in ihrer Grundsatzrede, radioaktiv kontaminiertes Wasser dürfte nicht in den Pazifik abgelassen werden. Man müsse nach Alternativen suchen, zum Beispiel eine Lagerung für 100 Jahre an Land ohne Bebenrisiko, bis die Gefahr radioaktiver Stoffe verschwinden würde. 

Yu Kajikawa von Sayonara Nukes Berlin sagte, dass die japanische Regierung den Pazifik als riesige Müllhalde betrachte und daher zu niedrigsten Kosten kontaminiertes Wasser entsorgen wolle. Ihr Ziel sei es, die Gefahren wegen des radioaktiv verseuchten Wassers vor den Augen verschwinden zu lassen. 

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