Ein koreanisches Gericht hat die bisher größte Entschädigungsklage von Opfern der Zwangsarbeit zur japanischen Kolonialzeit gegen japanische Unternehmen zurückgewiesen.
Das Bezirksgericht Seoul Zentral wies heute in einer von einer Gruppe von 85 Personen, darunter früheren Zwangsarbeitern und Hinterbliebenen, eingereichten Klage gegen 16 japanische Unternehmen alle Forderungen zurück. Zu den Unternehmen zählen Nippon Steel und Nissan Chemical.
Das Richtergremium wollte ursprünglich am Donnerstagnachmittag sein Urteil verkünden. Es teilte jedoch laut Berichten den Klägern und den Beklagten am Montag unerwartet mit, den Termin vorzuziehen.
Die Klägergruppe hatte ursprünglich 17 japanische Unternehmen verklagt, nahm jedoch mittlerweile ihre Klage gegen ein Unternehmen zurück.
Die japanischen Firmen hatten nach der Einreichung der Klage im Jahr 2015 zunächst nicht reagiert. Erst nach einer öffentlichen Zustellung durch das Gericht im März dieses Jahres handelten sie und bestimmten koreanische Rechtsanwälte zu ihren Vertretern.