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Internationales

Tokio will Seouls Protest im Landkarten-Streit nicht akzeptieren

Write: 2021-06-03 11:16:44Update: 2021-06-03 12:20:24

Tokio will Seouls Protest im Landkarten-Streit nicht akzeptieren

Photo : YONHAP News

Die japanische Regierung lehnt weiterhin die Forderung Südkoreas ab, eine Landkarte im Internetauftritt der Olympischen Spiele in Tokio zu korrigieren. 

Grund für die Forderung ist die implizite Kennzeichnung der südkoreanischen Felseninseln Dokdo als japanisches Territorium auf der Landkarte. 

Der japanische Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato sagte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, Japan habe den Protest der südkoreanischen Regierung abgelehnt, der gegenüber dem Gesandten der japanischen Botschaft in Seoul, Hirohisa Soma, erhoben worden sei. 

Kato wiederholte die Behauptung, dass Dokdo aufgrund von historischen Fakten und völkerrechtlich eindeutig Japans Territorium sie. Tokio habe über Soma gekontert, dass Südkoreas Protest keineswegs akzeptabel sei. 

Südkoreanische Politiker zeigen sich angesichts Japans Gebietsanspruch auf Dokdo, der mittels der Olympia-Landkarte zum Ausdruck kommt, hartnäckig. Lee Nak-yon, früherer Vorsitzender der Minjoo-Partei Koreas, hatte Ende Mai auf seiner Facebook-Seite geschrieben, dass dies nicht zu dulden sei. Er hatte verlangt, mit allen möglichen Mitteln einschließlich eines Olympia-Boykotts dagegen vorzugehen, sollte Japan schließlich die Korrektur der Landkarte verweigern. 

Der ehemalige Ministerpräsident Chung Sye-kyun hatte ebenfalls gefordert, alle möglichen Mittel, darunter auch die Nichtteilnahme an den Olympischen Spielen, einzusetzen, sollte Japan Dokdo nicht von der Landkarte streichen. 

Der Gouverneur der Provinz Gyeonggi, Lee Jae-myung, hatte am Dienstag in einem Schreiben an das Internationale Olympische Komitee (IOC) gebeten, dass dieses sich aktiv für die Streichung der Dokdo-Kennzeichnung einsetze.

Das südkoreanische Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus sowie das Koreanische Sport- und Olympische Komitee hatten am 24. Mai in einem Schreiben an das Japanische Olympische Komitee eine Korrektur verlangt. Sie hatten am Dienstag außerdem ein Schreiben an das IOC geschickt, in dem eine aktive Vermittlung in der Angelegenheit erbeten wurde.

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