Vizeaußenminister Choi Jong-moon hat sich am Freitag (Ortszeit) in Österreich mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, getroffen.
Laut dem südkoreanischen Außenministerium wies Choi dabei auf die Besorgnis Südkoreas über die Entscheidung der japanischen Regierung hin, kontaminiertes Wasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima ins Meer abzulassen. Er habe um eine Rolle der IAEA in der Angelegenheit gebeten.
Beide Seiten hätten über Maßnahmen zur Verstärkung der Kooperation in verschiedenen Bereichen, einschließlich der Nichtverbreitung und der Anwendung von Nukleartechnologie, diskutiert und vereinbart, ihre Kommunikation fortzusetzen, hieß es.
Die japanische Regierung hatte am 13. April auf der Kabinettssitzung die Entscheidung getroffen, kontaminiertes Wasser aus dem vor zehn Jahren zerstörten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ins Meer abzuleiten.
Choi kam auch mit dem österreichischen Vizeaußenminister Peter Launsky-Tieffenthal zusammen. Sie nahmen eine Einschätzung zu den Beziehungen zwischen Südkorea und Österreich vor und einigten sich, die Zusammenarbeit sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Ebene zu verstärken. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Korea und Österreich wird sich nächstes Jahr zum 130. Mal jähren.