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Internationales

Bürgergruppe: Japanische Regierung gab 1997 Zwangsmobilisierung koreanischer Arbeiter zu

Write: 2021-05-25 10:35:22Update: 2021-05-25 12:55:07

Bürgergruppe: Japanische Regierung gab 1997 Zwangsmobilisierung koreanischer Arbeiter zu

Photo : YONHAP News

Die japanische Regierung hatte es laut einer Bürgerorganisation 1997 als Zwangsmobilisierung bezeichnet, zur Kolonialzeit Arbeiter von der koreanischen Halbinsel durch eine Anwerbung, behördliche Vermittlung und Rekrutierung eingesetzt zu haben. 

Nach Angaben einer japanischen Bürgerorganisation für gemeinsame Aktionen für die Lösung der Frage der Zwangsmobilisierung hatte Tetsuo Tsujimura, ein damaliger Direktor des Bildungsministeriums, in einer Parlamentssitzung am 12. März 1997 die entsprechende Äußerung gemacht. 

In Bezug auf die Mobilisierung koreanischer Arbeitskräfte zur japanischen Kolonialzeit hatte er gesagt, es sei gewiss, dass diese gemäß Mobilisierungsplänen des Staates zwangsmäßig mobilisiert worden seien, auch wenn die Formen, darunter Anwerbung, Vermittlung durch Behörden und Rekrutierung, unterschiedlich gewesen seien. 

Der Beamte hatte damit deutlich gesagt, dass es die allgemeine Einschätzung in Wissenschaftskreisen sei, dass sich diese Koreaner nicht aus freien Stücken auf die Arbeit eingelassen hätten. 

Die japanische Regierung beschloss jedoch jüngst auf einer Kabinettssitzung eine gegensätzliche Regierungsmeinung. Sie teilte in einem Antwortschreiben am 27. April mit, dass Menschen von der koreanischen Halbinsel aus verschiedenen Gründen nach Japan gekommen seien. Es sei unangemessen, pauschal zu sagen, dass sie zwangsrekrutiert oder verschleppt worden seien. 

Die Bürgerorganisation kritisierte in einer Erklärung, dass die japanische Regierung ihre offizielle Meinung geändert habe, ohne dies zu begründen. Damit leugne sie die Geschichte der Zwangsverschleppung und -arbeit von Koreanern nach den Mobilisierungsplänen der Regierung. 

Sie forderte das Kabinett von Suga zur Zurücknahme des Antwortschreibens auf und wies dabei darauf hin, dass die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einem Bericht im März 1999 die Mobilisierung koreanischer Arbeiter zur Kolonialzeit als Zwangsarbeit anerkannt hatte.

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