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Die Politik der USA gegenüber Nordkorea wird auf der Einigung von Singapur und allen anderen von früheren Regierungen getroffenen Vereinbarungen mit Nordkorea aufbauen.
Die entsprechende Äußerung machte ein ranghoher Beamter der US-Regierung gegenüber KBS im Vorfeld des Gipfels zwischen Südkorea und den USA. In Bezug auf die Überprüfung der Nordkorea-Politik sei alles, was früher versucht worden sei, gründlich unter die Lupe genommen worden, hieß es.
Es ist das erste Mal, dass ein ranghoher Beamter der Biden-Regierung quasi die Absicht mitteilte, die gemeinsame Erklärung von Singapur anzuerkennen, die beim Gipfel zwischen dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Juni 2018 verabschiedet worden war.
Damit wurde offenbar angedeutet, dass die Biden-Regierung die Vereinbarungen zwischen Pjöngjang und früheren US-Regierungen anerkennen und sich die Möglichkeit für eine aktive Diplomatie gegenüber Nordkorea offen halten will.
Bezüglich Quad, einem regionalen Kooperationsgremium der USA, Indiens, Japans und Australiens, sagte der Beamte, dass derzeit keine Erweiterung der Gruppe geplant sei. Zugleich hieß es jedoch, viele Partner in der Region akzeptierten eindeutig den gemeinsamen Wert, dass man einen freien und prosperierenden Indopazifik unterstütze. Daher würde es Wege geben, die regionale Zusammenarbeit hierfür weiter auszuweiten. Dies umfasse auch die Kooperation mit Südkorea, dem südostasiatischen Staatenbund ASEAN sowie weiteren regionalen Partnern.