Japan wird laut einem Medienbericht im ersten diplomatischen Blaubuch seit dem Amtsantritt von Premierminister Yoshihide Suga erneut Gebietsanspruch auf Dokdo erheben.
Die japanische Zeitung „Sankei Shimbun“ schrieb am Samstag, dass das Außenministerium am Dienstag der Kabinettssitzung das diplomatische Blaubuch 2021 vorlegen werde. Darin werde Südkorea wie in der letztjährigen Ausgabe als wichtiges Nachbarland bezeichnet. Zu Dokdo heiße es, dass die Felseninseln Japans Territorium seien.
Die japanische Regierung hatte seit dem Blaubuch 2018 die Formulierung verwendet, dass Südkorea Dokdo illegal besetze.
Im diesjährigen Papier wird auch das Urteil des Bezirksgerichts Seoul Zentral vom Januar in einer Entschädigungsklage von früheren Trostfrauen des japanischen Militärs erwähnt, mit dem eine Entschädigung durch die japanische Regierung angeordnet wird. Japan fordere Südkorea mit dem Verweis darauf, dass das Urteil gegen das Völkerrecht und die Einigung zwischen Südkorea und Japan verstieße, zu Korrekturen auf, steht darin.
Das japanische Außenministerium veröffentlicht seit 1957 jedes Jahr ein diplomatisches Blaubuch, in dem die globale Lage und Japans diplomatische Aktivitäten im Vorjahr beschrieben werden.