Staats- und Regierungschefs sind am Donnerstag zu einem virtuellen Treffen zusammengekommen, um über Maßnahmen gegen den Klimawandel zu diskutieren.
Bei dem Klimagipfel mit 40 Staats- und Regierungschefs stufte US-Präsident Joe Biden, der zu dem Treffen eingeladen hatte, den Klimawandel als existenzielle Krise ein. Er stellte das neue Klimaziel der USA vor, die bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 nun mindestens halbieren wollen.
Der neue Zielwert ist fast doppelt so streng wie das zuletzt anvisierte Niveau. Biden rief die Länder zu gemeinsamen Bemühungen entsprechend dem US-Reduktionsziel auf.
Die Europäische Union erhöhte mittlerweile ihr Reduktionsziel um 15 Prozentpunkte. Auch Kanada und Japan präsentierten ein schärferes Klimaziel.
Dagegen legten große Treibhausgasemittenten wie China, Indien und Russland kein zusätzliches Reduktionsziel vor.
Der chinesische Präsident Xi Jinping betonte stattdessen, dass internationale Organisationen einschließlich der Vereinten Nationen, und nicht die USA, im Zentrum von Diskussionen stehen müssten, um unterschiedliche Interessen zwischen Entwicklungs- und Industrieländern koordinieren zu können.
Es wird erwartet, dass einzelne Länder auf Grundlage der Beratungsergebnisse beim Klimagipfel bei der UN-Umweltkonferenz COP26 im November in Großbritannien noch konkretere gemeinsame Ziele vorlegen würden.