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Internationales

Medien: Angehörige von Leprakranken wollen bei Japan Entschädigung beantragen

Write: 2021-04-19 11:50:26Update: 2021-04-19 12:12:07

Medien: Angehörige von Leprakranken wollen bei Japan Entschädigung beantragen

Ungefähr 60 Familienmitglieder ehemaliger Leprapatienten in Südkorea wollen laut einem Medienbericht bei der japanischen Regierung eine Entschädigung beantragen. 

Grund seien die Diskriminierung und Vorurteile, die Leprapatienten wegen der Politik der Zwangsisolierung zur japanischen Kolonialzeit erlitten hätten, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Sonntag. 

Es sei das erste Mal seit dem Inkrafttreten eines Gesetzes für die Entschädigung von Angehörigen von Leprakranken wegen der Politik der Isolierung 2016, dass Familienmitglieder von Opfern in Südkorea Anträge für Entschädigungsgelder stellen. 

Japan hatte 1931 ein Gesetz zur Prävention von Lepra in Kraft gesetzt, nach dem alle Leprakranken in eine Zwangsisolierung geschickt werden mussten. Japan hatte bis zur Abschaffung des Gesetzes in den 1990er Jahren an der Politik der Isolierung festgehalten. 

Gemäß der Politik waren auch Leprapatienten in Korea und Taiwan, die damals Japans Kolonien waren, weggesperrt worden. Wie verlautete, hätten sich kurz vor dem Ende des Pazifikkriegs 1945 ungefähr 6.000 Menschen im Rehabilitationszentrum für Leprapatienten auf der Insel Sorok in Zwangsisolierung befunden.

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