Bei einer internationalen Sitzung zur Verhinderung der Meeresverschmutzung ist Japans Entscheidung für die Ableitung kontaminierten Wassers aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima ins Meer thematisiert worden.
Das südkoreanische Ministerium für Ozeane und Fischerei teilte am Sonntag mit, dass es die Angelegenheit auf der Sitzung der Wissenschaftlichen Gruppe im Rahmen der Londoner Konvention und des Protokolls angesprochen habe.
Das Ressort habe bei der virtuellen Sitzung vom 12. bis 16. April betont, dass Japan die Entscheidung einseitig und ohne ausreichende Diskussion mit Südkorea, dem am nächsten gelegenen Nachbarland, getroffen habe. Der Plan sei eine schwerwiegende Angelegenheit, die eine Bedrohung der Sicherheit der Nachbarländer und der Meeresumwelt verursache, sei betont worden.
Greenpeace und China hätten ebenfalls Bedenken über die Entscheidung der japanischen Regierung geäußert. Greenpeace habe die Wichtigkeit des Teilens von Informationen und der Kooperation in der Angelegenheit unterstrichen, hieß es.
Japan vertritt die Position, dass das Ableiten kontaminierten Wassers kein Gegenstand einer Diskussion im Rahmen der Londoner Konvention und des Protokolls sei, weil es sich um das Ablassen aus einer landgestützten Anlage ins Meer handele.