Eine Friedensstatue zum Gedenken an die Opfer der Sexsklaverei des japanischen Militärs in Kriegszeiten wird zum ersten Mal in einem staatlichen Museum in Deutschland ausgestellt.
Das Museum für Völkerkunde Dresden, Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, veranstaltet vom 16. April bis 1. August im Japanischen Palais die Sonderausstellung „Sprachlosigkeit – Das laute Verstummen“.
Zweck der Ausstellung ist, nach Möglichkeiten zu suchen, ein Schweigen als Folge erlittener kollektiver Traumata, darunter Genozid, Ethnozid, Gewalt und Kriegsverbrechen, zu überwinden.
Die Friedensstatue in Gestalt eines Mädchens, das von japanischen Soldaten für die sexuelle Versklavung verschleppt wurde, wird als Symbol für die Überwindung des Schweigens zur Schau gestellt, und zwar in doppelter Ausführung. Außerhalb des Ausstellungsraums wird eine aus Südkorea gelieferte Bronzestatue ausgestellt, innerhalb der Räumlichkeiten eine mobile Statue.
Die Friedensstatue wird zunächst für ein Jahr dort bleiben. Es ist das vierte Mal in Deutschland und das zweite Mal im öffentlichen Raum des Landes, dass eine Statue zum Gedenken an die Trostfrauen errichtet wird.